06 August 2009

tanzen und träum' bis es morgen wird und schon längst war

so fiebrig

musik- und traumberauscht

wie ich bin

tanz ich zwischen bildern

zwischen fallenden blättern

vor nebelblauem dämmerhimmel

der durch kahle sträucher blitzt

und mir sagt dass es morgen ist

und ich die nacht getanzt hab

geträumt

getapst bin auf bildern

und mich und sie zerstreut habe

während sie über meinen kopf gerieselt sind

 

ich erzähle geschichten im schlaf

im traum im fieber

ich tanze auf laub und vor dämmerschwaden

29 Juli 2009

eine welt

ein zimmer richtet sich ein

nein, kein zimmer

eine welt richtet sich aus

und verliert dabei all ihre richtungen

zerstreut sich

in sich selbst

und zerbröselt

in eine unmenge kleiner blüten

und gedanken an sich selbst

ich lächle.

28 Juli 2009

ich lasse meine gedanken los

mit einem trockenen sonnengeladenen blatt

das meine gedanken kreuzt

bei dem alten baustamm der sich in seiner eigenheit über die jahre nicht verändert hat

lasse wünsche und worte

nie gesagte

ziehen und vergilben

dahinsiechen

in einem wind der neuerung verspricht

vielleicht ist es ein trugschluss

und er wiegt uns nur sanft ein

ein entschlafen mit der zugluft

und wenn

dann wird es nie noch einmal so golden sein

 

 

es wird herbst, mein maedchen.

lieben und loslassen

sie tat einen schritt auf die alten dielen der weißen veranda und plötzlich sah sie

dass die bäume schon gelbe blätter trugen

und der süße geruch von laub, sonne und kühlem wasser sie umgab

es ist herbst

ein lächeln schwang sich zierlich und leicht um ihre züge und verschwand mit dem wind der für einige sekunden aufkam

aus ihrem hellen ebenen gesicht

in das licht der späten tage

die sie selten so frisch erlebt hatte

gänsehaut

es wird kühler

die erhabenheit der erinnerungen

während mein blick dem kleinen bach in diesem ort folgt

schöpf ich sie noch ganz nass

heraus

ein goldner perlmuttschimmer haftet ihnen an

wie ein gedanke

ein zeichen

aus einer anderen welt

von der anderen seite

auf der alles so schimmert

und lächelt statt spricht

auf eine stumme weise

es ist schön, schöne menschen gekannt zu haben

jeder schimmert ein bisschen weiter

la persistence de la mémoire

voilà

warten

blicken

sehen zwischen dem flackern von

nordlichtern und südwind

dem beben des strammen taus

kleine fasern reißen ab und an

schnellen unter der kraft die ein schiff hält

ein tisch ist gedeckt irgendwo

mit lichtern bedeckt

die flackern wie

nordlichter und südwind

in wasserspiegelungen lichttäuschungen

ein stummer geruch tauber gedanke

an einen abend voll erinnerung

warten

ich weiß nicht, ob es sehnen heißt

ich mal es mir nur aus

ein abend von einem hafen aus

warten

ein gedanke an die unvermitteltheit eines augenblicks

27 Juli 2009

lalala

tanzen durch einen japanischen garten

einen tag.

14 Juli 2009

eine helle haut

So melancholisch und schön wie ein kühler abend

Streckt sie sich aus

Auf ihren hellen laken

Weiße stoffe fließen in lichtblau und ein geräusch

Von weiter her

Durchklirrt die laue nacht

Das fenster steht offen

Der wind erreicht ihre helle haut

Die beine hat sie von sich gestreckt zwischen den stoffen

Verbirgt ihr kissen fast ihr gesicht

Ein leises lächeln

Ein stummes ahnen

Während die balken knarren

Eines schiffes

Wie sie träumt

Und die reise mit dem wind

Und durch ein offenes fenster

Zieht sich weiter

In gedanken an alles was war

An seine gedanken

Ein ausdruck

Wie ewiglich gegossen in ein gesicht

Ich sehe was du fühlst

Ich kenne die wärme deiner haut

Und weiß was diese mundwinkel bedeuten

Sie mich noch einmal an

Sie schläft noch weiter

Ein fenster steht offen

Der wind rührt sanft an ihre helle haut

Gedanken verlieren sich

In den spuren von sand und träumen

Und eine helle haut

Bleibt kühl wie der abend

Und wartet und

Schläft

Ganz ruhig.

05 Juli 2009

regennasse straße

eine regennasse straße

sonne bricht

sich

und alles ist verschlafen

so wie ich

 

oder einfach müde.

 

 

ein kleiner verregneter nachmittag

emil und seine freunde ziehen durch die straßen

streifen gartenzäune

an denen noch regenwasser hinunterrinnt

bei jeder kleinen berührung, erschütterung

jedem ton

den der stock pfahl für pfahl in unterschiedlichen nuancen

anrührt.

 

seine haare schauen strohgelb unter der grauen schiebermütze hervor und lassen schon auf seinen charakter schließen

unzähmbar und echt. voller energie und wünsche, gelebter träume,

ohne viel über sie nachdenken zu müssen.

29 Juni 2009

schöpfen

aus einem herzen voller zuneigung und wehmut.

 

triefend nasse papierfasern.

Alle Einträge