05 September 2009
zugvögel
Es gibt tage, da erscheint mir der süden wie die falsche seite der welt
und nur ein wort in meinen bildern: norden
Die erde hat schon ganz recht dass sie so rum steht wie sie steht
Und dass es ihren höchsten punkt zu erklimmen gilt
Von dem man abrutscht wieder und wieder
Und sich in gebirgen und geschichten verliert und verbleibt eine weile
Dann spür ich dem feinen nordwind nach und fühl mich wie ein zugvogel auf dem heimweg
ich nehme einen tiefen zug von dieser farbe in meine lungen auf
Für den notfall
Und die erinnerung
Es gibt tage, da mag ich den herbst sehr gern
Da mag ich alles
Das nieseln die kühle in der die welt in stetiger dämmerung liegt
das unbändige blau das so viel erzählt
in und unter nebeln liegt
erst dann wenn man es sieht
Und das leuchten des laubes
Das wie ein schatz zwischen nassem geäst
Verlorenen dingen und unwetterspuren warmgelb glimmt
Es gibt tage eben solche
An denen ich weiß wo ich stehe
Wo ich verweile
Wo mein leben liegt
In diesen tagen
Eben dort
Wo meine kindheit begann
Nichts hat mich mehr fasziniert als herbst und der frühe winter
In unserer straße
Es gibt tage
An denen leuchtet alles wärmer und weicher und drinnen
Ist der platz von dem aus ich es beobachte
Und alles mitnehme aufnehme
Was gut und was wahr was geschichte ist
Für mich in einem moment
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09 August 2009
meine geschichten -trost & fotoecken.
Ich dreh mich und ich bin getröstet
Dreh mich ein in kindheit und jetzt
Und alles dazwischen
Wie in einben vorhang der sich vor offenem fenster aufbläht
Hier ist alles wie immer
Mein zimmer
Meine gedanken wie kuscheltiere in den regalen
Und kinderzimmer wenn man die augen zu macht
So wie heute hab ich lange nicht getanzt
Bis meine beine ganz leicht waren
Kaum mehr spürbar
Wie libellenflügel
Und du bist meine geschichte.
Ein abschnitt mit wunderschönen aquarellen illustriert.
Dafür lieb ich dieses buch.
Du bist meine geschichte.
Ich streich über das buch und spüre seine wärme
Noch ganz frisch
Erinnerungen wie kissen
Eine spieluhrmelodie
Das licht der lichterkette die nur einmal im jahr über deinem fenster brennt
Es ist schön
Und ich grabe meine nase hinein
In diese alte decke
Diese wärme
Die übrig blieb und
Ich schließe meine augen
Und will es nach überall sagen
Will erzählen wie schön du bist
Und ich
Wie wir
Wie kinder sind
Wir sind wie kinder
Du lachst so schön
Was man einmal liebt vergisst man nicht
Ich hab angst
Alleine zu sein
Jetzt bald
Alleine aufzuwachen
Nein einzuschlafen
Und nicht einmal mehr diese wärme zu spüren die ich hier kenne
Ich hab angst davor
Kein gedanke der mir entgleist für diesen abend
Kein gedanke
Kein sprung splitterfasernackt unter dieser alten decke hervor
Die so wärmt
Noch ein bisschen sitzen
Die arme um die knie
Und wippen mich wiegen
Ich liebe diese wärme die einkehrt
Wenn familie ist
Auch wenn man sich nur dafür hält für momente und monate
Ich liebe diese stille
Ich habe dich geliebt
Ich weiß nicht wie es jetzt ist
Was man einmal liebt vergisst man nicht
Mein herz
zumindest ist immerwarm von deinem bild
mein herz zumindest
ist immerwarm von deinem bild
Was soll ich tun wenn jede zeile schon
Dem ende entgegenschweigt
Jeder harte haken aus einer scharfen feder
Und schwarzer tinte sich neigt
Als wäre er niemals gewesen
Nur ein gedanke zwischen die zeilen gerutscht
Sich festhaltend krallend
Um nicht zu verhallen
Ich bin ein mädchen das geschichten schreibt
Mit jedem blick
Gießt und schmiedet
Selbst nur noch ein gedanke
So fein wie der flügel einer biene
Selbst nur noch geschichte und standbild
Das dem weiterlauf aller geschichten
Entgegenschweigt
Ich bin ganz ruhig
Nur bilder laufen wie dias
In einem alten leeren raum
Was soll man tun wenn man sich einfach in der zeit verheddert
Hindurchfällt
Was tun als fädeln
Als weben
Die räume durchspannen mit grobem dunklen garn
Perlen hineinweben
Was tust du wenn die fäden die die tür versperren
Die einzige tür die es gibt
Sie ist alt
Keine fenster
Was tun wenn alles was passiert ein märchen ist
Das nur sie selbst versteht
Weil sie das papier hören kann
Es tut mir so leid.
Ich wollte dir niemals wehtun.
Ich werde noch lange von dir schreiben
Meinen kindern von dir erzählen
Lach nicht
Weil du so schön bist
Und mich gerettet hast
Dann musstest du gehen
Vielleicht muss es so sein
Du bekommst alles zurück
Schau nur hinauf und warte bis es regnet
Es wird gut tun
Ich wünsch dir jeden warmen sommerregen
Ich muss wieder weinen weil du so schön bist.
Aber es ist okay.
Du bist meine geschichte.
Ein stück meiner bilder.
In den tiefsten farben, blautönen, die ich gerade kenne.
Nicht wichtig, wo der weg hingeht.
Du bist in mir.
Alles ist weich aus gedankenstoff erinnerungen
Und warm und weich wie seide
Und ich sitze und schreibe weil es tröstet
So butterweich tröstet
Ein altes fotoalbum in das ich weiße fotoecken klebe
Für die bilder die ich nun vorsichtig anschaue
Streiche
Sie sind noch ganz warm
Ein weiches lächeln
Ein kurzer moment in dem ich die vergänglichkeit vergesse
Und die wärme in meiner hand halte
Bei mir trage
Als wär sie echt.
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05 Juli 2009
mmh.
c'est ma maison.
vormittag nachmittag
weiß gestrichnen holz
und sich veränderndes licht
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29 Juni 2009
tagebuch schreiben
einfach die worte, die rühren
die bilder die blinken
geschichten versammeln
in wenigen zeilen
einen augenblick
so frisch und klar
wie du ihn nur mit farben fängst
und worten
den ganz kleinen
21:16 Veröffentlicht in meins | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
23 Juni 2009
leuchtsterne auf blauem stoff im raum
ich schließ die augen
höhlen
kinderbilder
erinnerungen
wer ich bin und
wer ich war
bilderreihe
werihnachtliche lichterwärme
15:59 Veröffentlicht in meins | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
15 Juni 2009
zum besseren verständnis
das ist meins
das ist mein tag
das ist mein abend
mein tag auf dem sofa
in meinen gedanken
während die wolken vorbeiziehen
und es gewittert
und es ganz schön anders aussieht von hier unten
bis an einen platz nach irgendwo
alleine in wunderkinderbildern
17:28 Veröffentlicht in meins | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
14 Juni 2009
allein
in meiner villa kunterbunt
mit den weißen möbeln
dem leinenkleid
altrosa lindgrün
i Sverige.
01:15 Veröffentlicht in meins | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
09 Juni 2009
wenn ich liebe,
dann liebe ich sehr.
18:32 Veröffentlicht in meins | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
03 Juni 2009
bilder und erinnerungen
Ich sitze rittlings auf dir und streiche deine weiche haut.
Meine schmalen hände mit den langen fingern wandern sorgsam und passen sich wunderbar den kleinen mulden an, die du wie aus weichem Ton über deinen Lendenwirbeln trägst. Ich ziehe sie sanft hindurch, streiche entlang, als könnte ich diese Stellen um ein unendliches verlängern, als wären sie warmes wachs und eingegossen, formbar für einige Sekunden. Deine haut ist warm und scheint von innen heraus golden zu schimmern Ein feiner goldener Glanz, wie durch feinen Wasserstaub hervorgerufen. Mit jeder Berührung meinerseits spüre ich diese wärme auch meinen Rücken entlang streichen und gleiten, kurz innehalten, verharren wie ein vom wind gerührtes weiches tuch, sich in die lüfte erheben und weiterziehen. Ich sehe mich um. Wir liegen hier auf warmem Stein, auf einer Wiese mitten in Schweden. Ich weiß nicht mehr, wie wir hergekommen sind und doch wusste ich, dass es eines Tages so sein würde. Ich blicke hinüber zu dem hölzernen Haus, das sich die Abendsonne umgelegt hat, um wie von selbst aus sich zu leuchten. Auf einer Wiese zwischen dunklen Bäumen und einer Luft, die ein Gestern und ein Morgen verspricht, Flüchtigkeit und Beständigkeit.
Wie eine Erinnerung, ein intimer, persönlicher Traum scheint es mir. Ein Bild, das ich seit meiner Kindheit in mir trage, ein Souvenir aufgeschnappt in unzähligen Urlauben mit dem Wohnwagen. Ein Ort, an dem ich mich wohl gefühlt hatte. Und doch war es neu und dieser Charme, den solche Herzensbilder mit sich tragen, aus frühester Kindheit eingepflanzt, schwang nur in mir mit wie das sanfte Vibrieren und Flackern der Wasseroberfläche eines Sees. Zurückgekehrt. An solche Orte, an die ich mich stets nur noch erinnerte. Zurückgekehrt. An einen Ort, an dem sich das kleine Mädchen in mir, so wohl fühlte, ohne darüber nachgedacht zu haben. Es war ein Bild, das vor ihren auftauchte und sie hatte den Geruch von Palmen, von sandenen Böden, von nordischem Wind in der Nase, je nachdem, wo sie sich fand. Als kleiner Mensch in einem riesigen Bild, das in seinen Farben und Lichttönen so unverwechselbar war, wie ein Wort, von einem besonderen Menschen in einer einmaligen Stimmlage liebevoll offenbart. Einmalig wie ein Gefühl, wie jedes Gefühl einmalig ist, in seiner Feinstofflichkeit, durchhaucht von einem augenblicklichen metaphorischen Geist.
Einmalig die Wärme auf ihrer Haut, während sie die Töne ruhig betrachtete, die das Licht den Dingen übergab, einmischte, wie flüssiges Indigo und Gelb zu den tiefen Schattentönen unter den Palmenblättern wurden.
Und so fand sie sich hier.
Und sie wusste, dass es richtig war.
Ich gehe Bilder sammeln.
Lieben sind ersetzbar.
Menschen nicht.
13:56 Veröffentlicht in meins | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
30 Mai 2009
niendorfer gehege
erstmal n tee auf mein unruhigen magen.
das ist echt ne andre welt
die ich von hier aus so betrachte
und
wie siehts aus
wer zieht mit mir raus
is hier genug platz für krumme gedanken
dann eben allein
durch die dunklen städte streifen
vielleicht trifft sich
was ich suche
bilder
und nächtliche lichter
gesichter
nur beobachten
rein gleiten
01:20 Veröffentlicht in meins | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken



















