05 Mai 2008

impressionen

Die Stunden, die ich dortstand und malte. am Fenster.
waren wie das Weiß, das sich durch meine Farben zieht
und die Straße, die nirgends endet, die in blauen Abendschattenwürfen nach rechts biegt
um die Kurve, ins Licht, den Hügel hinunter.
Endlose Gedanken, zeitloses Dasein.
Farben und linienlose Formen
gelöst aus jedem Zusammenhang,
so transparent wie die Gedanken selbst aus denen sie entstehen.
wie die Partikel in dunstigem Schleier zu vibrieren scheinen.
diffuses loses Farbflimmern.
Wie der Widerschein von Farbe in Wasser.
und wie selbst meine Gedanken verdampfen und sich als sanfte Impulse
wie leiser Herzschlag darin bewegen.
Wo ist die Grenze zwischen mir und dem, was ich wahrnehme?
es ist, als würde ich selbst dort draußen mitwirken,
während ich male.

Der Abend zieht die Farben zu sich.
Ich gehe noch einmal hinaus,
um mich zu den langwelligen Lichtflecken zu gesellen,
die wie ein tiefes Summen, ein D,
den Abend zum Schwingen bringen.

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innig

Kunst ist das Ausleben des Innigsten und Persönlichsten. Dessen, was uns am nähsten steht und nie steht, fließt.
Kunst ist das Lebendige, die Aktion, bis sie Form wird und dann erzählt sie noch in mattem Schimmer liegend, von der Intensität, aus der sie entstanden ist.
oft ist Kunst auch Angst vor dem Tod.
oft ist sie auch Lust am Leben.
Und Liebe, vorallem die Liebe.
Die Liebe zum Schönen, zum Ehrlichen, Hässlichen.
Das innere Glühen und Brennen zu Leben.
Verrückt zu sein. Laut und Leise.
Farbig und düster und immer wieder anders.
Entwicklung.
Kunst hilft. Zu lernen. Von sich und dem Leben.
Auszudrücken, was sich im Menschen bewegt.
Und ihn bewegt und Schaffen lässt.

Ästhetik ist immer bewegt und flüchtig und gleichzeitig zeitlos und reinste Form und Formlosigkeit.
...sie ist immer das kleine Liebevolle, das in einem Augenblick alles sein kann, wenn man darin versinkt.
In Schönheit zu versinken ist sowieso etwas Unbeschreibliches.
Dabei ist es nicht wichtig, wer oder was schön ist.
Ein Augenblick, Gefühl, ein Buchrücken, ein Wort.
Die Stille.
Während um dich herum passiert und du in der Mitte stehst. Aber vorallem in der Mitte deiner Empfindungen und Wahrnehmungen und nichts anderes dieses beobachtende Ruhen stören kann.
Wenn du dich auflöst, während du zentrierter nicht sein könntest und aufnimmst, aufnimmst und nach außen gibst.


"Der Anfang aller Kunst ist die Liebe. Wert und Umfang jeder Kunst werden vor allem durch des Künstlers Fähigkeit zur Liebe bestimmt."
- Hesse.

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02 Mai 2008

grobe maschen, tiefes schwarz.

da ist ja trotzdem ein gefühl da.
die wut.
die eiskalte wut.
gegen die unterdrückung
wow, es ergibt ein bild.

Die dunkle Lady mit einer dunkelrauchigen Ausstrahlung,
die sich auflehnt.
und einfach nichts sagt
und nicht strahlt nach außen hin.
durch die dunkle sonnenbrille
sieht man ihre augen nicht einmal.
und sie geht dort trotzdem hin,
egal, ob sie gesellschaftstauglich ist, oder nicht.
der rauch hängt dunstig unter der decke, während sie ein jazzstück spielen.
niemand sieht ihre augen,
nur den dunklen roten Lippenstift.
ein roter mund.
ein dunkler pony, der bis knapp über die augen
in ihr helles gesicht fällt,
und die augen umspielt, wenn sie glücklich ist.
still sitzt sie da
in diesem schwarzen, viel zu großen strickpullunder,
der um ihre zierliche figur streicht und sie einhüllt,
als wolle er sie beschützen.
grobe maschen, tiefes schwarz.
darunter ein pastellenes kurzes kleid mit langen armen.
blumendruck, ganz blass
altrosa und mintgrün.
schwarze leggins mit spitzensaum um die schlanken beine und schon fast Ballettschuhe.
Sie sitzt da, in dieser düsteren Ecke und zieht an ihrer Zigarette.
dirty and fucked up..
ist wohl der passendste Ausdruck für diese Situation.
So leise und tiefgründig
ist dieses junge Mädchen,
das nicht mehr um seine Identität wusste.
ganz neue Welten tun sich hier auf.
Sie spielt mit arten von auftritten, ausdruck.
sich selbst zum kunstwerk machend.
karrikierend, unterstreichend, doch niemals übertreibend.
neue sichtweisen
und düstere, statt lichte kreativität.
beides ist gut, und wichtig.
back to black.
zurück zu schwarz.

es riecht nach gras.

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12 April 2008

aktionskunst

man kann vollkommen glücklich sein.
c04d825a26a81ba6231893cd17173200.jpgund nachdem ich so lange wirklich wie in der wüste gesessen war,
ist da jetzt dieser wassereimer das größte glück der welt für mich
und ich freu mich an diesem ach so kleinen weil es plötzlich riesengroß erscheint.

und ich kann jetzt einfach alles machen und erfinden,
wenn mir der sinn danach stehet
mir geschichten und bilder aus den fingern saugen
türme bauen und sie gleich einfach wieder zusammenschmeißen
wie ich es eben als kind so getan habed8edd0d47e46d6ca65e1ad8a91e78da3.jpg
und das ist das beste was mir passieren konnte
ich such mir sogar aus worte und buchstaben nach meinem eigenen ermessen groß und klein zu schreiben
mich kopflos leidenschaftlichster aktionskunst hinzugeben
in farben zu welzen um sie wirklich mit herzensblut auf die leinwand zu bringen
59f535fb6d0f7f3d43928bbffea5a87c.jpg-mich in das empfinden zu stürzen und es frei von skeptischen zensur forsch auszudrücken.
body painting mal anders.
und es befreit.

13:50 Veröffentlicht in kunst | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken

blumfeld

Das Feld liegt in kühlem, zerbrechlichem eisblau in der Frühe,
erwacht langsam in fliederrosamagentatönen in lebendig gelben Tupfern
verweilt ein bisschen in dieser rührenden Süße des Morgens,
ruht im tief summendem Goldgrün des Tages und verglüht im Karminrot des Abends,
findet violett und ultramarinblau in die Nacht.

Ich hab ein riesiggroßes Bildprojekt begonnen in Ausarbeitung und Planung,
doch beginnen kann ichs erst im Sommer irgendwo auf einer Wiese
umgeben von leinenweißen Paraventwänden.
Impressionen einer synästh. empfundenen Blumenwiese
von Frühe, zu Morgen, Mittag, Nachtmittag über Abend und Nacht,
womit das Farbenspektrum des Farbenkreises einmal rundherum abgedeckt wird.
Und den Entstehungsprozess werd ich filmen lassen
sodass es zu einer Menschen- , Farb-, und Entstehungsstudie wird.
Elmar filmt das Mädchen irgendwo aufeiner Wiese zwischen Ebensfeld und Lichtenfels
zwischen den Wänden den anfangs durchscheinenden Paraventwänden
im Verlauf des Tages
-sodass man den wirklichen Farbverlauf
und meinen empfundenen
direkt vergleichsweise vor Augen hat.

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