09 August 2009
meine geschichten -trost & fotoecken.
Ich dreh mich und ich bin getröstet
Dreh mich ein in kindheit und jetzt
Und alles dazwischen
Wie in einben vorhang der sich vor offenem fenster aufbläht
Hier ist alles wie immer
Mein zimmer
Meine gedanken wie kuscheltiere in den regalen
Und kinderzimmer wenn man die augen zu macht
So wie heute hab ich lange nicht getanzt
Bis meine beine ganz leicht waren
Kaum mehr spürbar
Wie libellenflügel
Und du bist meine geschichte.
Ein abschnitt mit wunderschönen aquarellen illustriert.
Dafür lieb ich dieses buch.
Du bist meine geschichte.
Ich streich über das buch und spüre seine wärme
Noch ganz frisch
Erinnerungen wie kissen
Eine spieluhrmelodie
Das licht der lichterkette die nur einmal im jahr über deinem fenster brennt
Es ist schön
Und ich grabe meine nase hinein
In diese alte decke
Diese wärme
Die übrig blieb und
Ich schließe meine augen
Und will es nach überall sagen
Will erzählen wie schön du bist
Und ich
Wie wir
Wie kinder sind
Wir sind wie kinder
Du lachst so schön
Was man einmal liebt vergisst man nicht
Ich hab angst
Alleine zu sein
Jetzt bald
Alleine aufzuwachen
Nein einzuschlafen
Und nicht einmal mehr diese wärme zu spüren die ich hier kenne
Ich hab angst davor
Kein gedanke der mir entgleist für diesen abend
Kein gedanke
Kein sprung splitterfasernackt unter dieser alten decke hervor
Die so wärmt
Noch ein bisschen sitzen
Die arme um die knie
Und wippen mich wiegen
Ich liebe diese wärme die einkehrt
Wenn familie ist
Auch wenn man sich nur dafür hält für momente und monate
Ich liebe diese stille
Ich habe dich geliebt
Ich weiß nicht wie es jetzt ist
Was man einmal liebt vergisst man nicht
Mein herz
zumindest ist immerwarm von deinem bild
mein herz zumindest
ist immerwarm von deinem bild
Was soll ich tun wenn jede zeile schon
Dem ende entgegenschweigt
Jeder harte haken aus einer scharfen feder
Und schwarzer tinte sich neigt
Als wäre er niemals gewesen
Nur ein gedanke zwischen die zeilen gerutscht
Sich festhaltend krallend
Um nicht zu verhallen
Ich bin ein mädchen das geschichten schreibt
Mit jedem blick
Gießt und schmiedet
Selbst nur noch ein gedanke
So fein wie der flügel einer biene
Selbst nur noch geschichte und standbild
Das dem weiterlauf aller geschichten
Entgegenschweigt
Ich bin ganz ruhig
Nur bilder laufen wie dias
In einem alten leeren raum
Was soll man tun wenn man sich einfach in der zeit verheddert
Hindurchfällt
Was tun als fädeln
Als weben
Die räume durchspannen mit grobem dunklen garn
Perlen hineinweben
Was tust du wenn die fäden die die tür versperren
Die einzige tür die es gibt
Sie ist alt
Keine fenster
Was tun wenn alles was passiert ein märchen ist
Das nur sie selbst versteht
Weil sie das papier hören kann
Es tut mir so leid.
Ich wollte dir niemals wehtun.
Ich werde noch lange von dir schreiben
Meinen kindern von dir erzählen
Lach nicht
Weil du so schön bist
Und mich gerettet hast
Dann musstest du gehen
Vielleicht muss es so sein
Du bekommst alles zurück
Schau nur hinauf und warte bis es regnet
Es wird gut tun
Ich wünsch dir jeden warmen sommerregen
Ich muss wieder weinen weil du so schön bist.
Aber es ist okay.
Du bist meine geschichte.
Ein stück meiner bilder.
In den tiefsten farben, blautönen, die ich gerade kenne.
Nicht wichtig, wo der weg hingeht.
Du bist in mir.
Alles ist weich aus gedankenstoff erinnerungen
Und warm und weich wie seide
Und ich sitze und schreibe weil es tröstet
So butterweich tröstet
Ein altes fotoalbum in das ich weiße fotoecken klebe
Für die bilder die ich nun vorsichtig anschaue
Streiche
Sie sind noch ganz warm
Ein weiches lächeln
Ein kurzer moment in dem ich die vergänglichkeit vergesse
Und die wärme in meiner hand halte
Bei mir trage
Als wär sie echt.
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