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02 Mai 2008

grobe maschen, tiefes schwarz.

da ist ja trotzdem ein gefühl da.
die wut.
die eiskalte wut.
gegen die unterdrückung
wow, es ergibt ein bild.

Die dunkle Lady mit einer dunkelrauchigen Ausstrahlung,
die sich auflehnt.
und einfach nichts sagt
und nicht strahlt nach außen hin.
durch die dunkle sonnenbrille
sieht man ihre augen nicht einmal.
und sie geht dort trotzdem hin,
egal, ob sie gesellschaftstauglich ist, oder nicht.
der rauch hängt dunstig unter der decke, während sie ein jazzstück spielen.
niemand sieht ihre augen,
nur den dunklen roten Lippenstift.
ein roter mund.
ein dunkler pony, der bis knapp über die augen
in ihr helles gesicht fällt,
und die augen umspielt, wenn sie glücklich ist.
still sitzt sie da
in diesem schwarzen, viel zu großen strickpullunder,
der um ihre zierliche figur streicht und sie einhüllt,
als wolle er sie beschützen.
grobe maschen, tiefes schwarz.
darunter ein pastellenes kurzes kleid mit langen armen.
blumendruck, ganz blass
altrosa und mintgrün.
schwarze leggins mit spitzensaum um die schlanken beine und schon fast Ballettschuhe.
Sie sitzt da, in dieser düsteren Ecke und zieht an ihrer Zigarette.
dirty and fucked up..
ist wohl der passendste Ausdruck für diese Situation.
So leise und tiefgründig
ist dieses junge Mädchen,
das nicht mehr um seine Identität wusste.
ganz neue Welten tun sich hier auf.
Sie spielt mit arten von auftritten, ausdruck.
sich selbst zum kunstwerk machend.
karrikierend, unterstreichend, doch niemals übertreibend.
neue sichtweisen
und düstere, statt lichte kreativität.
beides ist gut, und wichtig.
back to black.
zurück zu schwarz.

es riecht nach gras.

18:20 Veröffentlicht in kunst | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken

müde

ich kenne kein problem.
außer ein "lebensbedrohliches".
das auslöscht was da ist.
und nichts zurück lässt.
es ist wie berstende trockene langeweile, die sich unverändert wie ein stück ausgetrockneter teig über tage ziehen kann ohne sich nur im geringsten zu verändern. mit fiebrigen grippeerscheinungen und diesem schmerz im brustkorb.
es ist ein luxus, dass es dinge geben könnte, die die menschliche stimmung verändern.
dinge, die freude machen
situationen, die melancholisch stimmen.
doch könnte das schönste und tollste passieren und meine mimik würde sich nicht verändern.
in mir würde sich nichts rühren.
alles gleich bleiben und ewig gleich.
und alles nur ein haufen alter haut, die die schlange schon längst von sich geworfen hat.
wo soll ich bleiben
was soll ich tun
außer
dazuliegen und zu warten, dass die zeit vergeht.
die welt tat sich vor mir auf und ich falle, entferne mich immer weiter von der spielfläche
bis sie sich wieder zusammenfügt.
wann wird das diesmal sein.
und immer und immer und immer gleich.


und sie stand auf und ging in die küche, sah zum fenster hinaus und ging ins bad, um sich gleich wieder umzudrehen und aufs sofa zuzusteuern. vielleicht waren es ein paar minuten, die sie da lag, bis sie wieder auftstand, nur um aufzustehen. nicht dazuliegen.
sie kann sich nie daran erinnern, wie es ist, Gefühle zu haben.
Es ist, als würden sich die Stimmen, die gerade noch um dich waren, immer weiter entfernen
bis du sie nur noch aus der Ferne
als ununterscheidbare flackernde Laute vernimmst
und sie schließlich ganz in der Nacht verschwinden.

abgeworfen, abgeschüttelt
wie eine faule Frucht vom Baum.

13:40 Veröffentlicht in weltfern | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken