10 Oktober 2007
raining grace
Manchmal habe ich wieder ein Gefühl von richtigem Leben.
Ich suche so dringend einen Unterschlupf, wie ein wollenes Tierchen, wenn es regnet.
Die kühle Nässe sein helles Daunenfellchen durchdringt.
Ich hab diese Melodie im Kopf, die wie Regen an mir herunterperlt.
Sich in leisen Strömen über meine Haut zieht.
Wenn sie mich bedeckt, glitzert meine Haut, ich leuchte.
Ein unscheinbares Leuchtwesen, das durch die nassdunklen Straßen zieht.
Kleine Schritte im Rhythmus des Regens.
Und ich schaue auf und sehe dich.
Du bist groß und dunkel, nicht unheimlich –erhaben.
Willst du mit mir gehen, ein Stück?
Ich schmiege mich an dich, die dunkle warme Gestalt.
Fühle mich behütet, geborgen und habe dich lieb.
Der Regen ist ein Strom, Schleier, ein Vorhang, der sich geräuschvoll über uns breitet
um dir beruhigend über die kalte nackte Haut zu streichen,
dir ins Ohr zu säuseln.
Voller Gnade.





















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