08 Mai 2012

als der Sturm vorbei war -Max Prosa.

Reiß die Leinen es ist besser,

wenn am Ende keiner lacht.

Früher hast du mich geküsst,

jetzt hab ichs mir dazu gedacht.

.. ..

Du phantasierst und wirfst noch immer,

bunte Blicke durch die Welt,

früher hast du mich mich begeistert,

jetzt hab ich mich blind gestellt.

.. ..

Und als der Sturm vobei war, hab ich die Sonne, wieder gesehn.

Und es hätt ja klappen können mit uns.

.. ..

Werf die Worte aus dem Fenster,

wofür soll das alles sein?

Früher schien uns diese Frage,

so bedeutungslos und klein.

.. ..

Und trag die Tränen durch den Regen,

denn hier ist eh schon alles naß.

Früher warn deine Augen traurig,

jetzt sind sie kalt,

weißt du das?

.. ..

Und als der Sturm vobei war, hab ich die Sonne, wieder gesehn.

Und es hätt ja klappen können mit uns.

maikäfer flieg

dein vater ist im krieg
die mutter ist in pommerland
pommerland ist abgebrannt
maikäfer flieg

du musst nicht alles aushalten,

nur weil du es kannst.

06 Mai 2012

danke an jan.


kreidelicht

Mal mir Zeichen in die Luft in den Raum
Zeichen aus Kreide und Licht
Spuren die kurz leuchten
In deiner schönsten Schreibschrift
Und die dann wie Kondensstreifen vergehen.


Wenn die Worte von new order an
meinen Ohrläppchen züllen
fang ich an mich zu wiegen
bis ich mich tanzend wiederfind
über die Grenzen hinweg die diese Stadt uns setzt.

02 Mai 2012

liebesfähigkeit

am leben lernen

immer tiefer zu leiden

und immer tiefgreifender glücklich zu sein

01 Mai 2012

dreh dich nicht um


voller liebe lachen.

von der freiheit zum unsinn

29 April 2012

flieder flieder flieder der

warmer abend
cairolichter
menschenmäuse
pomm, fritz
lachenlachenlachenlachen

und wahnsinnig warme tage.

24 April 2012

schlummer

wie als junges mädchen auf dem sofa einzuschlafen
im tiefen vertrauen, dass man schlafworte säuselnd,
fest schlummernd bis ins bett getragen wird

hausschuhe

Enn dierlägt zer sprechng
is wie wemmer hausdabber oahott

Dialekt zu sprechen
ist wie hausschuhe tragen

21 April 2012

schönheit.

bright eyes.
wundertag.

11 April 2012

cas

Und du bist ein teil meiner deckenhöhle
Du bildest die wand

remember London


schreien

weinen

schweben

und wärmen

und schweben

london

one year ago

Gramma


die luft riecht so wunderbar

und die Nacht klingt nach reggae

17 März 2012

einfach

schöne tage.

12 März 2012

Yasmine Tourist- all night long


(weiter walzer träumen

10 März 2012

we were glass, we were wax in stranger's hands

i think i saw you in my sleep, darling

06 März 2012

sommer, nächte

Es riecht nach Sommer von vor drei Jahren.
Ich möchte wieder Schönes, mit Dir.

act as if

'Durch das Streben nach Originalität entfernen wir uns weit von unserem wahren Selbst, und unsere Arbeit wird mittelmäßig.'
-Keith Jonstone

05 März 2012

nicht nur in gedanken

Wenn es richtig sein wird,
wird es richtig sein.
nicht nur in gedanken, liebes.

29 Februar 2012

jeunesse dorée

the secret language of inanimate objects

13 Februar 2012

tanzen (pina)

wir sind solche mädchen,
wir tanzen alle
die fallen
und anspannen
fallen
und anspannen
an den eigenen haaren wieder nach oben ziehen
und tanzen

06 Februar 2012

oh laura.

21 Januar 2012

am ende bin ich nur ich selbst


18 Januar 2012

mein geheimnis



16 Januar 2012

durchbrennen (staunen)

Lass uns Kinder sein und durchbrennen
An denen Händen nehmen und weglaufen
Rennen
durch die Mitte von dort aus wo wir sind
Leck mich am Arsch, Welt
Wir denken uns ne eigene
Oder finden sie
Und jetzt-
Sag mir, was du siehst

06 Januar 2012

A. -orangefarbene decke

Ich hab sehr geweint

Ich hab dir ein puppenhaus hinterhergeweint

als die kapsel in mir aufsprang

ich hab sehr geweint

ich hab dich gehen lassen

weil du mit mir den raum geteilt hast

für momente in denen wir uns kannten

unter der orangefarbenen zudecke meiner kindheit

sophie hunger- headlights


04 Januar 2012

lauf um dein leben

'Lauf, lauf
um dein leben'

ich. vertraue. dir.

Ich vertraue dir.

03 Januar 2012

Erstes Licht- von Aurora Levins Morales

Sie lag auf dem schmalen Bett im sehr frühen Morgenlicht und fühlte, wie sie starb.

Sie blieb ganz still, bis sie gar nichts mehr fühlen konnte, und dann wusste sie, es war geschafft.

Sie war tot.

Jetzt, das wusste sie, kam das Waschen der Leiche, und diese hier hatte es nötig.

Das Monster, das sie getötet hatte, hatte sie blutig zurückgelassen.

Es war seltsam, im eigenen Bett getötet zu werden, einfach so, an so einem normalen Ort.

Nichts sah verändert aus, aber alles schien ungewohnt.

Wie in einem schlechten Traum, wenn, nachdem du aufgewacht bist, die Kleider, die über dem Stuhl hängen, immer noch aussehen, wie ein Wolf, und du hast Angst, dich zu bewegen.

 

Nur dass sie sich nicht daran erinnern konnte, aus diesem Traum aufgewacht zu sein. Die Ereignisse waren nahtlos ineinander übergegangen.

Sie hatte aufgepasst, aber das einzige Aufwachen, an das sie sich erinnerte, war, dass die Tür sich öffnete und das Monster in ihr Zimmer kam.

 

Also musste es stimmen.

Während sie das dachte, fühlte sie, wie die Kälte in ihrem Körper sich ausbreitete.

Denn was wäre, wenn sie darauf bestehen würden, dass es ein Traum war?

Darauf bestehen würden, dass sie noch lebte?

Was wäre, wenn sie sie zwingen würden zu laufen und zu sprechen und zur Schule zu gehen und zu essen, obwohl sie in Wirklichkeit tot war?

Was wäre, wenn sie ihr sagen würden, sie tue nur so, als ob?

 

Plötzlich erinnerte sie sich, klein und klar, wie ein Bild auf einem winzigen, weit entfernten Fernsehschirm, an den Nachmittag mit ihrer Tante Luisa.

[...]

"Es ist in Ordnung, wenn du spielst und Geschichten erfindest, aber du darfst nicht glauben, was du dir ausdenkst. Du musst den Unterschied kennen zwischen wirklich und als ob. Sonst denken die Leute, du wärst verrückt." Dann flüsterte sie: "Vielleicht hätten sie recht!"

Jetzt war ihre Tante im Krankenhaus, und die anderen sagten nur immer, dass sie sich nicht wohl fühle.

 

Also wenn dies nur ein Traum war und sie keinen Unterschied feststellen konnte, war sie vielleicht verrückt.

Aber auch wenn sie nicht verrückt war, auch wenn das Monster echt war, was wäre, wenn ihr niemand glauben würde?

Sie würden denken, sie sei sowieso verrückt und sie in die Klapsmühle stecken.

Sie stellte sich eine Klapsmühle vor. Sie war aus glattem Holz wie die alte Kaffeemühle ihrer Mutter, und die verrückten Leute wurden oben eingefüllt und durchgemahlen und zum Schluss lagen sie unten in dieser Schublade.

Sie würde das ganz und gar nicht wollen. Da wäre es schon besser, ihnen etwas vorzumachen, ihnen nach dem Mund zu reden, und so zu tun, als sei sie lebendig.

 

Als erstes kam das Waschen.

Wenn eine Tote gewaschen wurden, kamen die anderen später, um sie anzusehen und zu sagen:

"Sie sieht genau wie immer aus" oder "Sie sieht aus, als würde sie nur schlafen".

Von jetzt an würde sie tun, als ob sie nur schliefe, und sie würde genau so aussehen wie immer.

 

Es wurde jetzt langsam heller. Sie konnte das Blut auf ihrem Oberschenkel sehen, aber auf dem Bett war noch nichts. Sie stand leise auf und ging ins Bad, schloss leise die Tür, um ihre Großmutter nicht aufzuwecken.

Mit nassem Toilettenpapier begann sie, sich zwischen den Beinen zu waschen, und weil sie tot war, tat es fast gar nicht weh.

29 Dezember 2011

Kaum schöneres als

Wunderkerzen

27 Dezember 2011

Greatest love of all

http://www.medizin-im-text.de/blog/2010/4246/du-musst-lernen-dich-selbst-zu-lieben/

26 Dezember 2011

Ich liebe euch, meine freunde

24 Dezember 2011

Was auch immer es ist

es passiert

21 Dezember 2011

hautkontakt

20 Dezember 2011

beziehungsangst

http://www.medizin-im-text.de/blog/2011/499/beziehungsang...

18 Dezember 2011

suechtig nach


15 Dezember 2011

wieso

14 Dezember 2011

das hässliche entlein

12 Dezember 2011

Leben heißt sterben lernen

Angst vor dem sterben
Angst vor dem leben
Und es nicht mehr müssen
von hier aus

04 Dezember 2011

Während die schwarze Spinne die fliege fraß


02 Dezember 2011

und heute sind wir lou salome

mädchenabend

01 Dezember 2011

größte stärke und schwäche

ständig (sich selbst) in Frage stellen

puppenhaus und trauma

Das unmoegliche und absurde
in meinem leisen stillen haus
in meinen wohnzimmerwänden

(ein Blick zum Fenster an der schrägen Wand
kein ganzer
hinaus zum Hof
und das Schneelicht, das man nur erahnt,
durch das grün der schweren Tannen

Während die schwarze Spinne eine Fliege frisst)

27 November 2011

rueckschritte

Die beiden nähsten Menschen nicht mehr um mich zu haben
macht es schwerer sich fallen zu lassen
weil ich nie weiß, wie tief es diesmal geht, sobald ich die Augen schließe
um loszulassen