21 Januar 2012

am ende bin ich nur ich selbst


18 Januar 2012

mein geheimnis



16 Januar 2012

durchbrennen (staunen)

Lass uns Kinder sein und durchbrennen
An denen Händen nehmen und weglaufen
Rennen
durch die Mitte von dort aus wo wir sind
Leck mich am Arsch, Welt
Wir denken uns ne eigene
Oder finden sie
Und jetzt-
Sag mir, was du siehst

06 Januar 2012

A. -orangefarbene decke

Ich hab sehr geweint

Ich hab dir ein puppenhaus hinterhergeweint

als die kapsel in mir aufsprang

ich hab sehr geweint

ich hab dich gehen lassen

weil du mit mir den raum geteilt hast

für momente in denen wir uns kannten

unter der orangefarbenen zudecke meiner kindheit

sophie hunger- headlights


04 Januar 2012

lauf um dein leben

'Lauf, lauf
um dein leben'

ich. vertraue. dir.

Ich vertraue dir.

03 Januar 2012

Erstes Licht- von Aurora Levins Morales

Sie lag auf dem schmalen Bett im sehr frühen Morgenlicht und fühlte, wie sie starb.

Sie blieb ganz still, bis sie gar nichts mehr fühlen konnte, und dann wusste sie, es war geschafft.

Sie war tot.

Jetzt, das wusste sie, kam das Waschen der Leiche, und diese hier hatte es nötig.

Das Monster, das sie getötet hatte, hatte sie blutig zurückgelassen.

Es war seltsam, im eigenen Bett getötet zu werden, einfach so, an so einem normalen Ort.

Nichts sah verändert aus, aber alles schien ungewohnt.

Wie in einem schlechten Traum, wenn, nachdem du aufgewacht bist, die Kleider, die über dem Stuhl hängen, immer noch aussehen, wie ein Wolf, und du hast Angst, dich zu bewegen.

 

Nur dass sie sich nicht daran erinnern konnte, aus diesem Traum aufgewacht zu sein. Die Ereignisse waren nahtlos ineinander übergegangen.

Sie hatte aufgepasst, aber das einzige Aufwachen, an das sie sich erinnerte, war, dass die Tür sich öffnete und das Monster in ihr Zimmer kam.

 

Also musste es stimmen.

Während sie das dachte, fühlte sie, wie die Kälte in ihrem Körper sich ausbreitete.

Denn was wäre, wenn sie darauf bestehen würden, dass es ein Traum war?

Darauf bestehen würden, dass sie noch lebte?

Was wäre, wenn sie sie zwingen würden zu laufen und zu sprechen und zur Schule zu gehen und zu essen, obwohl sie in Wirklichkeit tot war?

Was wäre, wenn sie ihr sagen würden, sie tue nur so, als ob?

 

Plötzlich erinnerte sie sich, klein und klar, wie ein Bild auf einem winzigen, weit entfernten Fernsehschirm, an den Nachmittag mit ihrer Tante Luisa.

[...]

"Es ist in Ordnung, wenn du spielst und Geschichten erfindest, aber du darfst nicht glauben, was du dir ausdenkst. Du musst den Unterschied kennen zwischen wirklich und als ob. Sonst denken die Leute, du wärst verrückt." Dann flüsterte sie: "Vielleicht hätten sie recht!"

Jetzt war ihre Tante im Krankenhaus, und die anderen sagten nur immer, dass sie sich nicht wohl fühle.

 

Also wenn dies nur ein Traum war und sie keinen Unterschied feststellen konnte, war sie vielleicht verrückt.

Aber auch wenn sie nicht verrückt war, auch wenn das Monster echt war, was wäre, wenn ihr niemand glauben würde?

Sie würden denken, sie sei sowieso verrückt und sie in die Klapsmühle stecken.

Sie stellte sich eine Klapsmühle vor. Sie war aus glattem Holz wie die alte Kaffeemühle ihrer Mutter, und die verrückten Leute wurden oben eingefüllt und durchgemahlen und zum Schluss lagen sie unten in dieser Schublade.

Sie würde das ganz und gar nicht wollen. Da wäre es schon besser, ihnen etwas vorzumachen, ihnen nach dem Mund zu reden, und so zu tun, als sei sie lebendig.

 

Als erstes kam das Waschen.

Wenn eine Tote gewaschen wurden, kamen die anderen später, um sie anzusehen und zu sagen:

"Sie sieht genau wie immer aus" oder "Sie sieht aus, als würde sie nur schlafen".

Von jetzt an würde sie tun, als ob sie nur schliefe, und sie würde genau so aussehen wie immer.

 

Es wurde jetzt langsam heller. Sie konnte das Blut auf ihrem Oberschenkel sehen, aber auf dem Bett war noch nichts. Sie stand leise auf und ging ins Bad, schloss leise die Tür, um ihre Großmutter nicht aufzuwecken.

Mit nassem Toilettenpapier begann sie, sich zwischen den Beinen zu waschen, und weil sie tot war, tat es fast gar nicht weh.

29 Dezember 2011

Kaum schöneres als

Wunderkerzen

27 Dezember 2011

Greatest love of all

http://www.medizin-im-text.de/blog/2010/4246/du-musst-lernen-dich-selbst-zu-lieben/

26 Dezember 2011

Ich liebe euch, meine freunde

24 Dezember 2011

Was auch immer es ist

es passiert

21 Dezember 2011

hautkontakt

20 Dezember 2011

beziehungsangst

http://www.medizin-im-text.de/blog/2011/499/beziehungsang...

18 Dezember 2011

suechtig nach


15 Dezember 2011

wieso

14 Dezember 2011

das hässliche entlein

12 Dezember 2011

Leben heißt sterben lernen

Angst vor dem sterben
Angst vor dem leben
Und es nicht mehr müssen
von hier aus

04 Dezember 2011

Während die schwarze Spinne die fliege fraß


02 Dezember 2011

und heute sind wir lou salome

mädchenabend

01 Dezember 2011

größte stärke und schwäche

ständig (sich selbst) in Frage stellen

puppenhaus und trauma

Das unmoegliche und absurde
in meinem leisen stillen haus
in meinen wohnzimmerwänden

(ein Blick zum Fenster an der schrägen Wand
kein ganzer
hinaus zum Hof
und das Schneelicht, das man nur erahnt,
durch das grün der schweren Tannen

Während die schwarze Spinne eine Fliege frisst)

27 November 2011

rueckschritte

Die beiden nähsten Menschen nicht mehr um mich zu haben
macht es schwerer sich fallen zu lassen
weil ich nie weiß, wie tief es diesmal geht, sobald ich die Augen schließe
um loszulassen

22 November 2011

die Träumer

Ja.
Ich weiß.
Nur wir sitzen alle so zwischen unsern Aengsten vor dem Verlassenwerden und
dem Chor, der uns aus unseren Koepfen heraus anschreit mit allen erdenklich affektierten und pseudomoralisch karrikierten Stimmenfigürchen.

15 November 2011

menschen sehen

unbarmherzig aufrichtig
schonungslos entlarvend
empfindsam weich und gütig

ballettschuhfarben

10 November 2011

Es ist viel zu hell für die nacht

und so tanz ich noch tausende yasmine tourist walzer durch die stadt

09 November 2011

nude

Diese farben

wir trümmerkinder

oh ich will nicht, dass das leben aufhört

vergehen vergessen und lachen




, alter

Fuer deine Flut und meine


pia/was passiert

zu unglaublich, als dass wir hier nicht richtig sein könnten.


aber es macht auch angst.

perfekt/wille

Ich hab's geliebt als kleines maedchen gegen jungs zu kämpfen
Weil ich wusste dass ich nur mit meinem willen gewinnen kann

08 November 2011

du auf der bühne/schauspieler

'du bist schauspieler und hast angst vor menschen?'

'als schauspieler bist du nie als du selbst auf der bühne,

oder du gönnst dir den jux, während niemand anderes es merkt

oder es gehört einfach zu deiner kusntform dazu.

als schauspieler bist du nie als du selbst auf der bühne, 

du hast nur die chance all deine möglichen selbste auszuspielen.'

schneeblind

es ist als wäre ich blind und sollte tanzen

in diesem luftleeren raum

aber wenn ich erst mal anfange

05 November 2011

Essens- als Lebensverweigerung

Erstaunlich häufig unter psychologiestudentInnen

wehnachtsmarkt

Sie machen sich also Sorgen, ich könnte zu überqualifiziert sein, um auf dem weihnachtsmarkt teeknospen zu verkaufen?
Dann bin ich sicherlich auch zu überqualifiziert zum putzen, waschen und um diese widrig profanen Dinge wie einkaufen zu erledigen.
Gut, dass ich das eh für mich erledigen lass'.

30 Oktober 2011

Ich bin Kafka

mal sehen wie lang noch

28 Oktober 2011

Gerhard Richter painting

'beim malen beobachtet werden ist schlimmer als Klinik
-dieses Ausgeliefertsein'

Und alle restlichen saetze
Gedanken aus meinem Kopf


Halts Maul, Kunsthistoriker
Und nimm dich nicht so wichtig

14 Oktober 2011

Niemand

La marche funèbre
oder Walzer für Niemand


02 Oktober 2011

nichts was mich mehr dort hält

mud and ooze and hope

http://www.youtube.com/watch?v=SMv2vm6D-9w

mud and ooze

http://www.youtube.com/watch?v=xS4tBqvfPko


25 September 2011

warum theaterpädagogik

Weil mich kaum etwas mehr stört
als die menschliche Heuchlerei.
Die kalte Angewohnheit vorzugeben, etwas zu sein
außerordentlich sittlich, ernsthaft oder intellektuell
und was ich liebe, das ist im Spiel die abgestandenen toten Reste dieser Anerkennungssuche
aufzuloesen und sie- zum ersten Mal seit Jahren vielleicht- bewegt zu sehen.

20 September 2011

spaziergang

Mir hat die Stadt und all die letzten Jahreszeiten dort so sehr gefehlt.

03 September 2011

Wollt ihr hören, dass ihr Helden seid?

Ich würd's euch gerne sagen.

26 August 2011

Am Anfang fallen lernen

Für alles und immer und jetzt

21 August 2011

Denn in jeder Liebe schwingt auch immer die Traurigkeit des Verlustes mit

fast vor schoenheit zerspringen.

und glück.

16 August 2011

Bitte pass auf dich auf

Ich schreib's in die Nacht